Deborah Hay

Die Choreographin Deborah Hay übernimmt die Erstellung der ersten Partitur im Rahmen von Motion Bank.

Deborah Hay bei den Proben zu ‘No Time to Fly’. Foto: Rino Pizzi

Eine Auszug aus Susan Leigh Fosters Vorwort zu Deborah Hays Buch My Body, The Buddhist:

“Wenn sie (Deborah Hay) unterrichtet, wie man Tanz herstellt und aufführt, dann beschäftigt sie sich mit der Wandelbarkeit des Körpers. Sie untersucht die Auswirkungen des ureigenen, mannigfaltigen metaphorischen Rahmenwerks der Körperlichkeit. Der Körper bietet im Gegenzug – sondierend, einschätzend, reagierend und antreibend – eine Art Dialog an, mit dem er auf Hays unterschiedliche Fragen antwortet. Eine hohe, unablässige Aufmerksamkeit diesem Dialog gegenüber bildet die Basis für Deborah Hays Konzept einer Tanzausbildung und bringt gleichzeitig das Bewegungsmaterial hervor, auf dem ihr Tanz beruht. Choreographie entsteht für Hay aus der anhaltenden Reflexion über Körperlichkeit.”

Auszüge aus Deborahs Biographie:

“1970 verließ sie New York und zog in den Norden von Vermont, um dort in einer Community zu leben. Bald distanzierte sie sich von der Darstellungsarena und produzierte ihre Ten Circle Dances, die sie an zehn aufeinanderfolgenden Abenden innerhalb der Gruppe und ohne Publikum aufführte. Damit begann eine lange Phase der Reflexion darüber, wie Tanz vermittelt und aufgeführt wird. (…)

Ihr erstes Buch Moving Through the Universe in Bare Feet (Swallow Press, 1975) ist ein frühes Beispiel für ihre charakteristische, auf Gedächtnis/Konzept gestützte Art, Choreographie zu dokumentieren. Das Augenmerk liegt eher auf dem Erzählerischen, das den Prozess des Herstellens von Tanz unterstreicht, und weniger auf technischen Einzelheiten oder auf Notationen ihrer Form. (…)

Ihr zweites Buch, Lamb at the Altar: The Story of a Dance (Duke University Press, 1994), dokumentiert den einzigartigen gestalterischen Prozess, der diese Werke geprägt hat. (…) Ihr drittes Buch, My Body, The Buddhist (Wesleyan University Press, 2000) enthält eine Reihe introspektiver Reflexionen über die wichtigen Lektionen des Lebens, die sie beim Tanzen von ihrem Körper gelernt hat. (…)

Deborah Hays jüngstes Solo No Time To Fly wurde am 25. März 2010 am Danspace in New York City uraufgeführt.” Dazu auch Johanna Burtons Kritik in Artforum, 1. Juli 2010.

Weitere Informationen und biographische Angaben finden sich auf Deborah Hays Website.

Deborah Hays Partitur–Projekt beruht auf ihrem Solo No Time to Fly. Die Performer Ros Warby (Website), Jeanine Durning und Juliette Mapp werden das Solo in Zusammenarbeit mit Deborah Hay für die Partitur als Trio adaptieren.

Für die Erstellung der Partitur arbeiten sie mit Florian Jenett und Amin Weber von der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main sowie mit Michael Zöllner, Jens Keil und Svenja Kahn von der Abteilung Virtuelle und Erweiterte Realität am Fraunhofer Institut Darmstadt zusammen.

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